FAQ

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Keine Checklisten oder ewig lange Erklärungen. Sondern knackig und auf den Punkt gebracht findest du hier die Informationen und Fakten für dein ultimatives Surferlebnis in der Schweiz oder wo es dich gerade sonst hinzieht.

Wo kann man in der Schweiz surfen?

Als Binnenland bleibt uns das Surfen auf dem Meer leider verwehrt. Aber Not macht erfinderisch! Deswegen wird hier nur jedes mögliche Gewässer gesurft. Von Flüssen über Pools bis wahrscheinlich das weitverbreitetste Wake Surfen. Eine Übersicht über die Surf Spots der Schweiz findest du hierr.

Welche Surfarten gibt es in der Schweiz?

Flusssurfen
Aufgrund der reichen Flusslandschaft die in der Schweiz, ist das Flusssurfen eine beliebte Surfart für die Schweizer Surfer geworden. Beim Flusssurfen wird auf einer stehenden Welle geritten. Stehende Flusswellen entstehen bei einem geeigneten Bodenuntergrund und einer genug hohen Wasserdurchfluss. Dabei wird auf dem flussabwärts fliessenden Wasser entgegengesurft . Der Unterschied zur Ozeanwelle ist, dass sich die Welle immer am gleichen Ort bleibt und die Form sich nicht verändert . Daher der Ausdruck stehende Welle. Beim Surfen im Meer läuft die Welle aus, wodurch der Surfer fortbewegt wird. Die berühmteste Flusswelle befindet sich im Eisbach in München. Am Eisbach entstand bereits in den 70er Jahren die erste Surf-Community. Neben vielen nationalen, sowie internationalen Surfer haben auch schon viele Top Surfathleten der Welt die Welle bereits gesurft. In der Schweiz liegen die bekanntesten Surfspots zum Flusswellensurfen in Bremgarten an der Reuss , und in Thun .

Citywave-Anlagen
Bei den Citywave-Anlagen handelt sich um mobile oder stationäre Wellenanlagen. In Zentrum steht dabei die Welle, die nach dem gleichen Prinzip wie die Flusswelle geformt wird. Dabei wird in einem Pool mit mehreren Hochleistungspumpen einen hohen Wasserdruck erzeugt und dank dem speziell Untergrund und dem patentierten Deep-Water System formt sich so auf kleinsten Raum eine ideale Fluss-Surfwelle. Die Citywave-Anlagen wurden von Dipl.-Ing. Rainer Klimaschewski und seiner Frau, Dipl.-Ing. Susi Klimaschewski entwickelt. Inzwischen wurde das patentierte und TÜV zertifizierte Surfsystem weltweit installiert und ermöglicht tausenden Menschen das Surfen mitten in den Städten.

Up Stream Surfing
Beim Up Stream Surfing wird der Surfer ähnlich wie beim Wakeboarden mit einem Seilzug über das Wasser gezogen. Jedoch funktioniert dieses Seilzugsystem auf einer ökologischen Basis, ohne Zusatz von Schleppliften und Motorbooten. Beim System Up Stream handelt es sich um eine Konstruktion die von Schweizer Surfern entwickelt wurde. Einzig durch die Wasserkraft des Flusses und einem Seilzugsystem, indem ein Unterwasser-Segel zum Einsatz kommt wird Spannung erzeugt, wo der Surfer über dem Wasser Geschwindigkeiten von bis zu 45 Km / h erreichen kann.

S.U.P. – Stand Up Paddling
Zum Stand Up Paddling oder auch Stehpaddeln genannt, wird ein dickes und 3 bis 4 Meter langes S.U.P. Board benötigt, das genug Volumen hat um den stehenden Surfen auf der Wasseroberfläche zu tragen. Gepaddelt wird mit dem sogenannten Stechpaddel, ähnlich wie beim Kanu- oder Kayakfahren. Das Stand Up Paddling wurde im 20. Jahrhundert von Hawaiianischen Surflehrern erfunden um sich während der Surflektionen komfortabler fortzubewegen. Zusätzlich bestand der Vorteil, dass die Lehrer durch die erhöhte Position auf dem Brett einen besseren Überblick über die Surfschüler hatten.
In der Schweiz hält das Stand Up Paddling Einzug und stösst in der Schweiz auf grosses Interesse. So ist Stand Up Paddling bereits heute zu einer beliebten Sommertrendsportart geworden, die man auf fast jedem grösseren See antrifft.

Wakeboarding und Wakesurfing
Ähnlich wie beim Wasserski wird der Wakeboarder durch eine Leine vom Boot oder durch einen Lift gezogen, einem sogenannten Cable gezogen . Durch hohe Fahrtgeschwindigkeiten entsteht ein Aufrieb, welche den Wakeboarder über dem Wasser gleiten lässt.
Das Wakesurfing kommt dem eigentlichen Surfen näher, da man auf der Heckwelle hinter einem Boot ohne Zugseil surft . Beide Brettsportarten haben in der Schweiz grosse Beliebtheit gewonnen und so findet man auf den meisten grösseren Schweizer Seen Wakeboardschulen die Kurse und Surfsessions anbieten.

Wo kann man in der Schweiz Surf Equipment einkaufen?

Verschiedene Shops in der Schweiz bieten nebst den geeigneten Produkten auch eine sensationelle Beratung an. Egal ob du dich für das Surfen in der Schweiz oder für deinen nächsten Surf Trip ausrüsten willst. Unterstütz deine lokalen Geschäfte, so dass diese auch weiterhin mit ihrer guten Beratung zur Seite stehen können. Eine Übersicht über die Surf Shops in der Schweiz findest du hier.

Wie lerne ich am schnellsten surfen?

Gut Ding will Weile haben. Surfen ist ein Lifestyle und ein Lebensgefühl und bringt nebst der sportlichen Aktivität noch ganz viel mehr in dein Leben. Wenn du aber schnelle Erfolge auf dem Brett erzielen möchtest, ist die einfachste Variante, in einem Wavepool zu beginnen. Dort fällt das ansträngende Paddeln vom Surfen im Meer weg und man kann ruck zuck auf dem Brett stehen und bereits die ersten, eigenen Turns feiern.

Welche Vereine gibt es?

In der Schweiz gibt es viele kleine Vereine, welche aus Leuten besteht, die das Surfen in der Schweiz fördern wollen. Viele Vereine sind lokal angesiedelt und versuchen in ihrer Region einen eigenen Surf Spot zu kreieren und diesen zu betreuen. Das ist in der Schweiz gar nicht so einfach – denn mit den ganzen Gesetzten und Richtlinien muss man sehr viel Zeit, Geld und Passion investieren, dass man tatsächlich etwas umsetzten kann. Es lohnt sich daher zu schauen, ob es in deiner Region bereits einen Verein gibt, bei dem du dich anschliessen kannst. Eine Übersicht über die Vereine der Schweiz findest du hier.

Was genau ist die SSA?

Die Swiss Surfing Association (SSA) repräsentiert dabei den Schweizer Surfsport auf nationaler, sowie internationaler Ebene. Gegründet wurde der Verband bereits im Jahr 1992 und wird seither von der International Surfing Association (ISA) und der Surfing’s World Governing Authority, sowie der European Surfing Federation als nationaler Surfverband der Schweiz anerkannt. Die SSA vertritt und fördert mit über 200 aktiven Mitgliedern die Interessen des Sportes und bildet eine Informations- und Expertenplattform für Surfer in der Schweiz. Zudem repräsentiert die SSA mit den Swiss National Surfing Teams an internationalen Wettbewerben die Schweiz.

Der Verband gliedert ihre Kernaktivitäten in zwei Bereiche. Der Bereich „Ocean Surfing“ widmet sich allen den Aktivitäten, welche im Meer stattfinden. Der zweite Bereich, das „Landlocked Surfing“ widmet sich dabei allen Facetten und Aktivitäten des Sportes, welche innerhalb der Schweiz stattfinden. Wo immer möglich, werden dabei Synergien genutzt. Jedes Jahr organisiert die SSA die offiziellen Schweizermeisterschaften einmal im Meer und einmal auf der stehenden Welle. Die Wettkämpfe bilden dabei ein wichtiger Treffpunkt, wo die ganze Schweizer Surf-Community zusammenkommt.
Mehr Informationen unter: SSA

Wie kommt es, dass Surfen nun oplympisch wird?

Das Reformprogramm des Internationale Olympische Komitees hat die Anordnung, dass eine Gastgeberstadt das Recht hat, neue Sportart zu beantragen. Dieser Antrag gilt jedoch immer nur für diese Spiele. Das Exekutivkomitee hatte der Session bereits Monate davor eine Empfehlung dargelegt. Kriterien zur Auswahl der Sportarten war, ob die Sportarten im jeweiligen Austragungsland populär und für junge Leute attraktiv sind.
Am 3. August 2016 hatte das Internationale Olympische Komitee an ihrer Vollversammlung entschieden, diese Empfehlung nachzugehen und folgende fünf neue Sportarten zu den Sommerspielen 2020 in Tokio aufzunehmen: Baseball / Softball, Karate, Skateboard, Klettern und Surfen. Neu dazu kommen damit 18 neue Einzeldisziplinen und 474 Athleten.

Mit der Wahl dieser neuen Sportarten hat das IOC ein klares Zeichen gesetzt. Bei den Sportarten handelt es sich um Trendsportarten, bei welcher vor allem bei jungen Menschen in den Städten immer populärer werden. Ziel ist es demnach vermehrt jungen Menschen anzusprechen die Olympischen Spiele zu besuchen und zu verfolgen. Das IOC hatte bereits schon länger Handlungsbedarf gesehen, das bestätigt auch die Aussage des IOC-Präsident Thomas Bach im Interview mit der Zeitschrift Reviersport.
«Die Programmreform für Tokio hat drei Ziele: Mehr Jugendlichkeit, mehr Weiblichkeit und der Urbanisierung des Sports Rechnung zu tragen. Wir können nicht mehr darauf warten, dass die Jugendlichen zu uns kommen. […].

Beweggründe für diesen Schritt ist das sinkende Zuschauerinteresse, vor allem von der jungen Bevölkerung. Dies lässt sich auch in den letzten Olympischen Winterspielen in Pyeongchang 2018 in Südkorea beobachten. Viele Medien berichteten von leeren Stadien . Grosses Zuschauerinteresse bestand hingegen bei den Freestyle Sportarten, beispielsweise der Halfpipe-Wettbewerb der Snowboarder. Gerade die Snowboardszene hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren stark verändert. So distanziert sich die neue Generation der Snowboardsportler stark von der Partykultur, welche aus den Anfängen der Freestyle Szene bekannt war.
Demnach steht fest: Mit der Aufnahme der Trendsportarten hat das IOC eine neue Marschrichtung eingeschlagen um die Olympischen Spiele wieder populärer zu machen.

Die Integration als olympische Sportart ist ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Surfens. Dieser Meilenstein hat auch Auswirkungen auf den Schweizer Surfsport. Ein Resultat darauf ist, dass der Schweizer Surfverband SSA neu zu Swiss Olympic aufgenommen wurde.
Durch die Unterstützung und Zusammenarbeit von Swiss Olympic hat der Verband in Zukunft ganz neue Möglichkeiten die Förderung des Leistungssportes, sowie des Nachwuchses durch neue Trainingsmodelle und Aufstellungen massgeblich auszubauen